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SPD fordert Senkung der Mieten zum Erhalt der Arbeitsplätze bei Karstadt

Bei den ca. 160 Arbeitsplätzen geht es zu 90 Prozent um Beschäftigungsverhältnisse für Frauen
Die SPD-Lübeck und die Bürgerschaftsfraktion fordern den Vermieter des Lübecker Karstadt-
Gebäudes, die Highstreet Holding GbR auf, ihre Blockadehaltung zu beenden und sich auf sofortige
Gespräche einzulassen, die eine deutliche Senkung der Mieten zum Ziel haben.
Peter Petereit, SPD-Fraktionsvorsitzender: "Die Miete für das Karstadtgebäude in Lübeck ist deutlich
überhöht. Ein Mietanteil von etwa 20% des Umsatzes ist nicht zu erwirtschaften. Marktüblich wäre
nur die Hälfte."
Die überhöhten Mieten des Konsortiums aus Goldmann Sachs Whitehall und Deutsche Bank sind
eine der Hauptursachen für die desolate Lage von Karstadt Lübeck und auch an anderen Standorten.
Besonders bitter ist dabei, dass die Deutsche Bank ihren Anteil an Highstreet über ihre
Tochtergesellschaft RREEF verwaltet. RREEF gehören auch 37,5 der Lübecker Hafen-Gesellschaft
(LHG). Durch das jahrelange heuschreckenartige Verhalten als Mitgesellschafter ist RREEF mit
verantwortlich für die aktuellen Probleme der LHG und ihrer Beschäftigten.
Jörn Puhle, Kreisvorsitzender: "Nun also das gleiche Spiel bei Karstadt? Konzerne wie Highstreet
wollen offenbar einzig und allein soviel Geld wie möglich herausziehen, die Folgen sind egal. Sie
haben in unserer sozialen Marktwirtschaft aber ebenso eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung
sowohl für die Mitarbeitr:innen und deren Familien, als auch dafür, dass Innenstädte kaufmännisch
am Leben erhalten werden können."
Außerdem, so die SPD, nütze es niemanden, am wenigsten Highstreet, wenn Karstadt schließt und
die Gebäude gegebenenfalls jahrelang leer stehen und keinerlei Miteinnahmen generieren.
Petereit und Puhle abschließend: "Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass Karstadt Lübeck erhalten
bleiben kann und stehen an der Seite des Betriebsrats und der Mitarbeiter:innen. Die Zahlen des
Standortes scheinen zu passen. Wir fordern einen Zukunftsdialog zwischen Karstadt, Highstreet,
Stadt und vor allem auch den Beschäftigten über den Weg in die neue Zeit für den Standort. Ein
tragfähiges Konzept ist möglich - wenn die Mieten marktüblich angepasst werden. Wir sind jederzeit
bereit, uns in Gespräche darüber einzubringen. Diese dürfen jedoch nicht auf die Lange Bank
geschoben werden, sondern müssen umgehend beginnen."

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