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Lübeck, den

Unterstützung für angehende PsychotherapeutInnen

Die Zahl der Personen mit psychischen Störungen steigt stetig. Entsprechend hoch ist auch der Bedarf an Psycho-Therapeutinnen und Therapeuten, die diese behandeln. Wartezeiten von durchschnittlich 19,9 Wochen machen jedoch deutlich, es braucht mehr Therapeutinnen und Therapeuten in unserem Land.

Der neue Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn zum Psychotherapeuten-Ausbildungs-Reformgesetz mit dem Ziel, die Ausbildung attraktiver zu machen, reicht jedoch nicht aus. So wird zwar der lange geforderte Pyschotherapie-Studiengang eingeführt und somit die Ausbildung kostenlos. Doch müssen die, die bereits ihr Studium begonnen haben und eine anschließende 3-5-jährige Ausbildung planen, oder die die die Ausbildung bereits begonnen haben, weiterhin die Ausbildungskosten zwischen 20000 und 70000€ selbst tragen, Und das nach ihrem abgeschlossenen Bachelor- und Masterstudium in Psychologie bei einer durchschnittlichen Bezahlung von 639 €/Monat oder teilweise sogar komplett ohne Bezahlung.

Daher unterstützt die SPD Lübeck die Bundestagspetition 92805

Heilberufe - Angemessene Übergangsregelungen für derzeitige Psychologiestudierende und PiA.

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_03/_31/Petition_92805.mitzeichnen.html  

Diese fordert

1.) den bisherigen Psychologiestudierenden einen Wechsel in den kommenden Psychotherapiestudiengang zu ermöglichen und

2.) die Bezahlung der aktuellen und noch im alten System kommenden Psychotherapeut*innen in Ausbildung, kurz PiAs, entsprechend ihrer Qualifikation und Verantwortung als Diplom/Master of Science und die Festlegung ihres Arbeits- und Sozialrechtlichen Status in entsprechenden Arbeitsverträgen.

Denn nicht selten müssen die PiAs sich trotz ihrer hohen Qualifikation durch Nebentätigkeiten und Schulden finanzieren und haben während ihrer Ausbildung keinen Anspruch auf Bezahlung, Urlaub oder Mutterschutz. Ein Zustand, der enden muss. Besonders für diejenigen, die die Reform erkämpft haben und jetzt leer auszugehen drohen.

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